Wann darf man in Rente gehen? Wichtige Faktoren, die Sie vorher wissen sollten

Du möchtest gerne in Rente gehen, weißt aber nicht genau, wann dies möglich ist? Dann bist du hier genau richtig! In diesem Beitrag erklären wir Dir, wann Du in Rente gehen darfst und was Du alles beachten musst.

In Deutschland kannst Du ab dem gesetzlichen Renteneintrittsalter in Rente gehen. Das sind 65 Jahre für Männer und 63 Jahre für Frauen. Wenn Du früher in Rente gehen möchtest, kannst Du das unter bestimmten Bedingungen machen. Dazu musst Du aber mindestens 45 Beitragsjahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Außerdem musst Du die Regeln der sogenannten Altersrente erfüllen, die von der Deutschen Rentenversicherung festgelegt wurden.

60 Jahre abschlagsfrei in Rente? So geht’s!

Du denkst auch, dass du mit 60 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen kannst? Leider ist das nicht so einfach. Wer im Jahr 1954 geboren wurde, hat erst mit 63 Jahren und vier Monaten einen Anspruch auf Rente. Dafür muss man aber 45 Jahre lang erwerbstätig gewesen sein. Solltest du vorher in Rente gehen wollen, dann steht dir eine Abschlagszahlung bevor. Dieser Betrag ändert sich je nach Alter, an dem du die Rente antreten möchtest. Aber nicht nur das Alter, sondern auch die gesetzlich festgelegten Beitragsjahre sind ein wichtiger Faktor. Wenn du also dein Rentenalter planst, empfehlen wir dir eine Rente-Rechner zu nutzen, um herauszufinden, wie viel Rente du zu welchem Alter bekommst. Auf diese Weise kannst du besser planen, wann du in Rente gehen möchtest.

Rente mit 63: 45 Jahre Einzahlung, dann früher in Rente gehen

Du hast 45 Jahre lang in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt und möchtest nun in Rente gehen? Dann hast Du mit der Altersrente für besonders langjährig Versicherte die Möglichkeit früher in Rente zu gehen. Diese wird auch häufig als „Rente mit 63“ bezeichnet, da viele Menschen, die vor 1953 geboren wurden, ohne Abschläge bereits mit 63 Jahren in Rente gehen konnten. Seitdem hat sich aber einiges geändert: Menschen, die im Jahr 1954 oder später geboren sind, müssen mindestens 65 Jahre alt sein, um die Altersrente für besonders langjährig Versicherte ohne Abschläge zu beziehen. Einige können aber bereits mit 63 Jahren in Rente gehen, wenn sie eine sogenannte Mindestverweildauer von 45 Jahren erfüllen. Diese ergibt sich aus der Summe der Versicherungszeiten, die Du in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hast. Wenn Du also 45 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hast, kannst Du bei Erfüllung weiterer Voraussetzungen schon mit 63 Jahren in Rente gehen. Informiere Dich am besten bei Deiner zuständigen Rentenversicherung, welche Voraussetzungen Du erfüllen musst.

55 Jahre alt und schon in Rente? – So geht’s!

Du möchtest schon mit 55 in Rente gehen? Normalerweise ist das nicht möglich, aber es gibt ein paar Ausnahmen. Menschen mit Behinderung oder Berufssoldaten können in bestimmten Fällen früher in Rente gehen. Wenn du nicht in eine dieser Gruppen gehörst, aber trotzdem früher als mit 67 in Rente gehen möchtest, kannst du in Altersteilzeit wechseln. Dafür musst du allerdings mindestens 55 Jahre alt sein.

Altersgrenze für die Rente: Wann kannst du in Rente gehen?

Weißt du schon, wie lange du noch arbeiten musst, bis du in Rente gehen kannst? Abhängig vom Geburtsjahrgang kann die Altersgrenze für die Rente variieren. Wärst du beispielsweise im Jahr 1956 geboren, könntest du mit 65 Jahren und zehn Monaten in Rente gehen. Ab dem Geburtsjahrgang 1959 wird die Altersgrenze dann stufenweise in 2-Monats-Schritten angehoben, bis sie schließlich bei einem Alter von 67 Jahren liegt. Somit hast du noch ein paar Jahre, bis du deinen wohlverdienten Ruhestand genießen kannst.

Rentegehalt in Deutschland

60 Jahre in Rente – Wie du trotz Minderungen deine Rente sicherst

Du willst schon mit 60 Jahren in Rente gehen, aber dir ist klar, dass du dann vor deinem 63. Geburtstag noch auf die gesetzliche Rente verzichten musst? Klar, dass du da Bedenken hast. Aber du solltest dir nicht zu viele Sorgen machen. Die Minderungen, die du wegen der drei Jahre ohne Rentenbeiträge in Kauf nehmen musst, sind zwar deutlich höher, aber mit einer guten Planung kannst du deine Rente trotzdem auf einem guten Niveau halten. Es ist also wichtig, dass du schon frühzeitig einen Versicherungs- oder Finanzexperten konsultierst, der dich bei der Planung deiner künftigen Rente unterstützt.

Rente mit 58? Informiere Dich über Deine finanzielle Lage

Du kannst vielleicht mit 58 Jahren aufhören zu arbeiten, aber normalerweise wirst Du keineswegs schon deine Rente bekommen. Wenn Du dann in den Ruhestand gehst, siehst Du vielleicht eine deutlich geringere Summe auf deinem Konto als du erwartest. Wenn Du mit 58 Jahren den Job hinwirfst, wirst Du mit 67 rund ein Drittel weniger Rente bekommen als wenn Du noch länger arbeitest. Daher ist es wichtig, sich gut über die Rentensituation zu informieren, bevor man in den Ruhestand geht, damit man weiß, was einen erwartet. So kannst Du dir eine finanzielle Grundlage schaffen, auf der Du deine Rente aufbauen kannst.

Flexi-Rente: Frühzeitiger Rentenbeginn ab 50 Jahren möglich

Ab 1 Juli 2017 erleichtert die Flexi-Rente den frühzeitigen Rentenbeginn. Ab dann können Rentenversicherte die Abschläge, die für den früheren Rentenbeginn anfallen, schon ab 50 Jahren mit Sonderzahlungen ausgleichen. Bisher lag die Grenze für diesen Ausgleich bei 55 Jahren. Diese vielversprechende Neuerung bringt Rentnern, die ihren Ruhestand früher antreten, mehr Flexibilität und finanzielle Entlastung.

Grundrente 2022: Zahlbetrag zwischen 613-865 €

Der Zahlbetrag der Grundrente wird im Jahr 2022 bei 35 Beitragsjahren zwischen 613,- € und 865,- € liegen. Damit liegt sie vielfach unter der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, die inklusive Unterkunfts- und Heizkosten aktuell 852,- € für Alleinstehende beträgt. Allerdings können bei der Grundrente ergänzende Zahlungen, wie z.B. ein Zuschlag für Alleinstehende, geleistet werden, sodass die Rentenzahlungen die Grundsicherungssätze erreichen und übersteigen können. Diese Zuschläge werden je nach Einkommen und Vermögen geleistet.

Grundrentenzuschlag für Rentnerinnen und Rentner erhalten

Du als Rentnerin oder Rentner kannst, wenn du mindestens 33 Jahre Grundrentenzeiten erreicht hast, den Grundrentenzuschlag erhalten. Der Zuschlag wird je nach Anzahl der Grundrentenzeiten gestaffelt ausgezahlt. Wenn du beispielsweise 33 Jahre auf deinem Rentenkonto vorweisen kannst, bekommst du eine geringere Summe als bei 35 Jahren. Erst ab 35 Jahren Grundrentenzeiten wird der Zuschlag in voller Höhe ausgezahlt. Dieser Betrag wird dann jährlich auf dein Konto überwiesen. Dazu musst du aber zunächst bei deiner Rentenkasse einen Antrag stellen. Dort erhältst du dann weitere Informationen zum Grundrentenzuschlag und kannst deinen Antrag bequem online stellen.

Frührente ab 63 ohne Abschläge: Informationen bei Rentenversicherungsträger

Du hast mindestens 45 Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt und bist 1952 oder früher geboren? Dann kannst Du seit dem 1. Juli 2014 mit 63 Jahren in Rente gehen. Dir werden dann keine Abschläge gemacht. Um in den Genuss dieser Regelung zu kommen, musst Du aber auch tatsächlich in Rente gehen. Wenn Du weiterhin arbeitest, kannst Du die Regelung nicht in Anspruch nehmen. Möchtest Du mehr über diese Regelung wissen, dann wende Dich an Dein Rentenversicherungsträger. Dort erhältst Du alle Informationen, die Du brauchst.

 Altersvorsorge - Wer in Deutschland früh in Rente gehen darf

Optimiere Deine Rente: Früher in Rente mit 45 Versicherungsjahren

Du möchtest gerne früher in Rente gehen? Mit 45 Versicherungsjahren kannst Du das schaffen – allerdings steigt das Rentenalter auf 65 Jahre an. Aktuell liegt das gesetzlich festgelegte Rentenalter für den Jahrgang 1959 bei 64 Jahren und 2 Monaten. Mit jeder weiteren Versicherungsjahren kannst Du Deine Rente optimieren und somit deutlich früher in den Ruhestand eintreten. Daher lohnt es sich, möglichst lange zu arbeiten und bei der Rente später nicht nur auf das gesetzliche Minimum zu achten.

Kann ich mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen?

Du hast 45 Jahre lang versichert und fragst dich, ob du schon in Rente gehen kannst? Ja, das ist grundsätzlich möglich. Ob du allerdings schon mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen kannst, hängt dabei von deinem Geburtsjahr ab. Wenn du vor 1953 geboren bist, hast du die Möglichkeit noch mit 63 Jahren ohne Abschläge in den Ruhestand zu starten. Für alle, die nach 1953 geboren sind, gibt es jedoch Sonderregelungen, dank denen sie ebenfalls schon mit 63 Jahren in Rente gehen können. Dazu zählen beispielsweise die sogenannte Mütterrente, das Altersteilzeitgesetz, ein Höherversicherungsabgaben- und Versorgungsfreibetrag sowie die Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit. Informiere dich am besten bei deiner Rentenversicherung über die jeweiligen Möglichkeiten, die dir offenstehen.

Gesetzliche Rentenversicherung: Anspruch auf Grundrentenzuschlag

Du hast Anspruch auf den Grundrentenzuschlag, wenn Du mindestens 33 Jahre (396 Monate) in der gesetzlichen Rentenversicherung angesammelt hast – unabhängig davon, wie hoch Deine Rente ausfällt. Ab 35 Jahren (420 Monate) erhältst Du den vollen Grundrentenzuschlag. Bis dahin erhältst Du zunächst einen anteiligen Zuschlag. Dieser wird stufenweise angehoben, je mehr Jahre Du ansammelst. So kannst Du durchaus schon ab 33 Jahren eine leicht höhere Rente erhalten.

Vorteil ab 2023 für nach 1990 Geborene: Steuerabschläge auf Rentenbeiträge

Du denkst vielleicht, dass es für diejenigen, die nach 1990 geboren wurden, keine großen Vorteile gibt, aber dem ist nicht so! Ab dem Jahr 2023 werden diejenigen, die nach 1990 geboren sind, von einem echten Vorteil profitieren: die Rentenbeiträge sind nämlich dann vollständig von der Steuer absetzbar. Doch auch wenn sie im Rentenalter sind, müssen sie ihre Rente zu 100 % versteuern. Einige können aber auch noch mehr sparen, indem sie die Steuersätze oder die Art der Rentenbesteuerung nutzen, die ihnen am meisten zusagt. Es lohnt sich also, die Steuergesetze zu kennen und zu verstehen, um die eigene Steuerbelastung zu optimieren.

Mindestrente in Deutschland: Grundsicherungsleistung beantragen

Es gibt in Deutschland leider keine allgemeine Mindestrente, die für alle Rentner gelten würde. Stattdessen richtet sich die Höhe der Rente nach dem individuellen Versicherungsverlauf. Dadurch kann es vorkommen, dass sich einige Rentnerinnen und Rentner mit einer sehr niedrigen Rente quälen müssen. In solchen Fällen kann es aber sinnvoll sein, eine Grundsicherungsleistung beim zuständigen Amt zu beantragen. Dies ist eine finanzielle Unterstützung, die Du als Rentner erhalten kannst, wenn Deine Rente nicht ausreicht, um Deinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Vorzeitige Altersrente: Jetzt unbegrenztes Hinzuverdienen möglich

Seit dem 1. Januar 2023 ist es möglich, wenn Du vorzeitig in Rente gehst, so viel hinzuverdienen, wie Du möchtest. Bis dato galt für vorgezogene Altersrenten eine Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro pro Jahr. Diese Grenze ist jetzt komplett aufgehoben und Du kannst, wenn Du vorzeitig in Rente gehst, so viel hinzu verdienen, wie es Dir passt. Diese Änderung gilt für alle Menschen, die zwischen dem 1. Januar 2021 und dem 31. Dezember 2022 in Rente gehen. Damit soll es Dir möglich sein, Deinen Lebensstandard zu halten, wenn Du in Rente gehst.

Rentenangleichung in DE: Ab Juli 2023 gleiche Rente für alle!

Du hast es schon gehört: Ab dem 01. Juli 2023 steigt die Rente in West- und Ostdeutschland gleichermaßen an! Das Statistische Bundesamt und die Deutsche Rentenversicherung Bund haben dazu Daten veröffentlicht: In Westdeutschland wird die Rente um 4,39 Prozent steigen, in den neuen Ländern sogar um 5,86 Prozent. Damit erhalten alle Rentnerinnen und Rentner ab dem 01. Juli 2023 die gleiche Rente. Endlich ist die Angleichung des Rentenniveaus erreicht! Damit bekommt die Rentnergeneration die Anerkennung, die sie verdient.

Maximiere Deine Rente: Verdiene in den letzten Arbeitsjahren mehr

Die Höhe Deiner Rente hängt nicht allein von den Einzahlungen Deiner letzten Arbeitsjahre ab, sondern resultiert aus Deinem gesamten Versicherungsleben. Allerdings ist es so, dass Du in den letzten Jahren vor der Rente am höchsten verdienst, dann hast Du in dieser Zeit einen besonders hohen Rentenzuwachs. Es lohnt sich also, auch in den letzten Jahren noch viel zu arbeiten, denn so kannst Du Deine Rente möglicherweise deutlich erhöhen.

Geringes Einkommen? Grundsicherungsgesetz bietet Unterstützung!

Du brauchst finanzielle Unterstützung, hast aber nur ein geringes Einkommen? Mit dem Grundsicherungsgesetz bekommen Alleinstehende und Paare Unterstützung. Alleinstehende Erwachsene erhalten dabei mindestens 502 Euro, Paare pro Partner 451 Euro. Diese Gelder sind oftmals nicht ausreichend, um den Alltag zu bestreiten. Daher kann es sinnvoll sein, einen Nebenjob anzunehmen, um noch etwas Geld zu verdienen. Allerdings solltest du dabei aufpassen, nicht die Hinzuverdienstgrenze zu überschreiten, sonst wird dir die Grundsicherungsleistung gekürzt. Informiere dich also vorab gut, ob du noch etwas dazuverdienen kannst.

Schlussworte

In Deutschland kannst du unter bestimmten Bedingungen abhängig von deinem Alter in Rente gehen. Ab 63 Jahren kannst du in Rente gehen, wenn du 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt hast. Ab 65 Jahren kannst du in Rente gehen, wenn du seit mindestens 35 Jahren Beiträge eingezahlt hast. Ab 67 Jahren kannst du in Rente gehen, auch wenn du nicht die vollen Beitragsjahre erfüllt hast. Es ist auch möglich, früher in Rente zu gehen, aber dann werden die Rentenzahlungen verringert.

Du solltest deine Rente nicht zu früh antreten, denn wenn du länger arbeitest, erhöhst du deine monatlichen Rentenzahlungen. Stelle sicher, dass du alle Faktoren berücksichtigst, bevor du deinen passenden Rentenbeginn wählst. Letztendlich liegt es an dir, den richtigen Zeitpunkt zu finden.

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