Wann kannst du als Schwerbehinderter in Rente gehen? Hier erfährst du alle wichtigen Informationen!

Du bist schwerbehindert und möchtest wissen, wann du in Rente gehen kannst? Dann bist du hier genau richtig! Hier erfährst du, welche Voraussetzungen du erfüllen musst, um in Rente zu gehen und welche finanziellen Vorteile du daraus ziehen kannst. Lass uns gemeinsam herausfinden, wann du in Rente gehen kannst!

In der Regel kannst du als schwerbehinderter mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50 in Rente gehen, wenn du die gesetzlich vorgeschriebenen Altersgrenzen erreicht hast. Die Altersgrenzen hängen davon ab, in welchem Jahr du geboren bist. Wenn du vor 1952 geboren bist, dann kannst du mit 65 Jahren in Rente gehen. Wenn du zwischen 1952 und 1964 geboren bist, dann kannst du zwischen 65 und 67 Jahren in Rente gehen. Wenn du nach 1964 geboren bist, dann kannst du erst mit 67 Jahren in Rente gehen.

Schwerbehindertenrente: Recht auf vorzeitige Altersrente?

Du bist schwerbehindert anerkannt oder hast einen Grad der Behinderung von mindestens 50? Dann hast du ein Recht auf eine vorzeitige Altersrente – auch Schwerbehindertenrente genannt. Damit kannst du früher in die Altersrente gehen, als andere. Beachte aber, dass sich das Eintrittsalter in die Altersrente von Jahr zu Jahr ändern kann. Manchmal kannst du auch eine Rente erhalten, wenn du nicht schwerbehindert anerkannt bist. Informiere dich am besten genau, welche Möglichkeiten es gibt und wie du die Rente am besten beantragen kannst.

Früh in Rente gehen: Ab 60 für Schwerbehinderte abschlagsfrei

Du hast ab dem 63. Lebensjahr die Möglichkeit, vorzeitig in Rente zu gehen. Allerdings wird dann ein Abschlag fällig. Schwerbehinderte Menschen, die vor 1951 geboren sind, können aber bereits ab dem 60. Lebensjahr in Rente gehen und sogar ab dem 63. Lebensjahr abschlagsfrei in Rente gehen. Das ist eine tolle Möglichkeit, früher in den Ruhestand zu gehen.

Vorzeitige Altersrente: Du bist 1956 geboren und hast GdB 50+?

Du bist 1956 geboren und hast eine Schwerbehinderteneigenschaft mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50? Dann hast Du die Möglichkeit, mit Erreichen des 60. Lebensjahres und 10 Kalendermonaten vorzeitig die Altersrente in Anspruch zu nehmen. Wichtig dabei ist, dass Du die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt hast. Mit der Altersrente kannst Du dann ab dem vollen Rentenalter finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen und so Dein Leben etwas leichter gestalten. Informiere Dich am besten bei Deiner zuständigen Beratungsstelle, welche Voraussetzungen Du erfüllen musst, um die vorzeitige Altersrente zu beantragen.

Schwerbehinderung: Mit 61 Jahren in Rente gehen?

Du hast eine Schwerbehinderung und möchtest schon früher in Rente gehen? Dann solltest du dir überlegen, ob du schon mit 61 Jahren in Rente gehen kannst. Als Faustregel gilt: Wenn dein Grad der Behinderung (GdB) 50 oder mehr beträgt, kannst du schon zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze in Rente gehen. Das ist aber noch lange nicht alles: Falls du dem „Hamsterrad“ noch früher entfliehen möchtest, ist auch das kein Problem. Wie das geht, erfährst du bei deiner zuständigen Rentenversicherung. Dort kannst du dir auch die genauen Bedingungen durchlesen.

 Altersgrenze für schwerbehinderte Rentner in Deutschland

Rente mit Schwerbehinderung: Wann geht’s ab 1964 los?

Du fragst dich, wann du mit einer Schwerbehinderung in Rente gehen kannst? Wenn du 1964 oder später geboren bist, kannst du mit 65 Jahren ohne jeglichen Abschlag in den Ruhestand starten. Möchtest du schon vorher deinen Ruhestand genießen, ist das ab 62 Jahren auch möglich – dann wird jedoch ein Teil deiner Rente abgezogen. Es ist wichtig, dass du dich gut informierst, bevor du deine Entscheidung triffst, damit du weißt, was dich erwartet.

Früher in Rente gehen: Sonderregelungen für schwerbehinderte Menschen

Fazit: Es ist zwar leider nicht möglich, dass Du mit 45 Jahren Arbeit, als schwerbehinderter Mensch oder beides in den Ruhestand gehst und dabei eine Super-Rente erhältst, aber Du kannst zwei Jahre früher als die Regelaltersgrenze in den Ruhestand gehen, ohne dabei Abzüge in Deiner Rente hinnehmen zu müssen. Allerdings ist es wichtig, dass du dir bewusst machst, dass du nicht nur auf die Rente achten musst, sondern auch auf alle anderen Einkünfte, die du in deinen Ruhestand mitnehmen kannst. Und natürlich ist es auch wichtig, dass du deine finanzielle Situation regelmäßig überprüfst, um sicherzustellen, dass du immer noch den bestmöglichen Versicherungsschutz hast.

Schwerbehinderte: Anspruch auf Mehrarbeit nach § 124 SGB IX

Du hast Anspruch auf Mehrarbeit, wenn du als schwerbehinderter Mensch über acht Stunden pro Tag arbeitest. Dies ist in § 124 des SGB IX festgelegt. Allerdings steht es dir auch frei, diese Mehrarbeit abzulehnen.

Mehrarbeit für Schwerbehinderte & Gleichgestellte: SGB IX §§ 207 & Ausnahmen

Du bist schwerbehindert oder hast eine Gleichstellung? Dann musst Du nicht mehr als acht Stunden pro Tag arbeiten – so nimmt es das SGB IX in § 207 vor. Mehrarbeit ist also nicht erlaubt. Allerdings können Ausnahmen von dieser Regelung im Einzelfall vereinbart werden. Dazu ist dann eine schriftliche Vereinbarung zwischen Dir und Deinem Arbeitgeber nötig. Auch die regelmäßige Arbeitszeit kann in einigen Fällen angepasst werden. Setze Dich also am besten mit Deinem Arbeitgeber in Verbindung, wenn Du mehr über die Möglichkeiten erfahren möchtest.

Schwerbehinderte Menschen: Unbegrenzt hinzuverdienen mit Altersrente

Seit 112023 können schwerbehinderte Menschen, die Altersrente beziehen, unbegrenzt hinzuverdienen. Davor war ein Freibetrag von 6300 € eingerichtet. In Folge der Corona-Pandemie wurde der Freibetrag 2021 und 2022 auf 46060 € angehoben. Das ist eine gute Nachricht für Dich, wenn Du Altersrente beziehst und ein wenig hinzuverdienen möchtest. Weitere Informationen dazu findest Du unter „Rente > Hinzuverdienst“ auf unserer Webseite. Hier kannst Du auch genau nachlesen, wie es danach weitergeht.

Erwerbsminderungsrente für Menschen mit Behinderung: 800€ und mehr

Du bist behindert und denkst über eine Erwerbsminderungsrente nach? Dann solltest du wissen, dass die Deutsche Rentenversicherung im Schnitt Erwerbsminderungsrenten in Höhe von 800 € und mehr an Menschen mit Behinderung auszahlt. Viele der Antragsteller gehen relativ jung in die Erwerbsminderungsrente, da sie meistens schon sehr früh in speziellen Werkstätten gearbeitet haben, die auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung eingerichtet sind. Mithilfe dieser Maßnahmen können sie ein Stück Autonomie und Selbstbestimmung erlangen. Eine Erwerbsminderungsrente kann dir helfen, ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben zu führen und gleichzeitig deine finanzielle Situation zu stabilisieren.

 Schwerbehinderte in Rente gehen – Wann?

GdB: Wichtiges Kriterium im Schwerbehindertenrecht

Der Grad der Behinderung (GdB) ist ein wichtiges Kriterium im Schwerbehindertenrecht. Er lässt jedoch keine Rückschlüsse auf das Ausmaß der Leistungsfähigkeit einer Person zu. Viele Menschen, die eine Behinderung haben, sind dennoch voll leistungsfähig und können einer Beschäftigung nachgehen. Ein GdB von 50 bedeutet also nicht automatisch, dass ein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente besteht.

Trotzdem gilt der GdB als wichtiges Kriterium beim Erwerb des Schwerbehindertenausweises. Er ist Bestandteil des Merkzeichens G, das Menschen mit einer Behinderung zusteht. Damit erhalten sie eine Reihe von Vorteilen wie zum Beispiel Steuer- und Versicherungsvergünstigungen oder eine Fahrtkostenerstattung.

Budgethöhe für Leistungen: 200-800 Euro/Monat

Die Höhe des Budgets, das dir zusteht, hängt ganz von den Leistungen ab, die du benötigst. In den meisten Fällen liegt der Betrag zwischen 200 und 800 Euro im Monat. Dabei kann es sich beispielsweise um Finanzierungen für eine Unterkunft, für eine Ausbildung oder auch für ein Auto handeln. Um diese Unterstützung zu erhalten, musst du einen Antrag beim zuständigen Kostenträger stellen. Dieser wird dann deinen individuellen Bedarf prüfen und entsprechend darauf reagieren.

Steuererleichterungen: Finde heraus, ob du Anspruch hast!

Du hast eine Behinderung? Dann kannst du vielleicht von Steuererleichterungen profitieren! Denn je nach Schweregrad deiner Behinderung (GdB) sind nach § 33b des Einkommensteuergesetzes (EStG) unterschiedliche Pauschalbeträge möglich. Diese können zwischen 310 und 3700 Euro betragen. Damit kannst du deine Steuererklärung deutlich erleichtern und dir vielleicht sogar einige Euros sparen. Prüfe am besten, ob du Anspruch auf Steuererleichterungen hast und nutze diese Chance!

Antrag auf Erwerbsminderungsrente: So geht’s!

Du musst nicht vor der Antragsstellung eine bestimmte Zeit krankgeschrieben sein, um eine Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Wenn du dir sicher bist, dass du erwerbsgemindert bist und dein Arzt ebenfalls dieser Meinung ist, kannst du jederzeit einen Antrag stellen. Du solltest natürlich einige Unterlagen vorbereiten, um den Antrag schnell und unkompliziert bearbeiten zu können. Dazu gehören unter anderem ein aktueller Arbeitsnachweis, eine Bestätigung deines Arztes, ein Rentenversicherungsausweis und ein persönliches Anschreiben. Mit diesen Dokumenten kannst du den Antrag auf Erwerbsminderungsrente beantragen.

Neues Betreuungsrecht: Selbstbestimmungsrecht für rechtlich Betreute stärken

Ab dem 01.01.2023 tritt ein neues Betreuungsrecht in Kraft, das dazu dienen soll, das Selbstbestimmungsrecht rechtlich betreuter Menschen zu stärken. Dieses Gesetz legt fest, dass die Wünsche und Bedürfnisse der betreuten Personen für die rechtlichen Betreuer*innen und das Gericht handlungsleitend sind. Dies soll den betroffenen Personen ein höheres Maß an Selbstbestimmung und somit mehr Unabhängigkeit ermöglichen. So können sie auch weiterhin selbstbestimmte Entscheidungen treffen, auch wenn sie rechtlich betreut werden.

Ermäßigung des Rundfunkbeitrags beantragen: Merkzeichen RF und Einschränkungen beachten

Du kannst eine Ermäßigung des Rundfunkbeitrags beantragen, wenn du eine Behinderung hast, die nicht nur vorübergehend mindestens 80 beträgt und du aufgrund deiner Beeinträchtigung an öffentlichen Veranstaltungen nicht teilnehmen kannst. Dafür benötigst du das Merkzeichen RF. Wenn du dieses Merkzeichen erhältst, kannst du eine Ermäßigung des Rundfunkbeitrags beantragen. Zudem kannst du auch dann eine Ermäßigung beantragen, wenn du in deiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt bist. Um dir den Antrag zu erleichtern, empfehlen wir dir, einen Antrag auf eine Ermäßigung des Rundfunkbeitrags über das Internet zu stellen.

Rente für langjährig Versicherte: Kürzung ausgleichen

Du hast 35 Beitragsjahre angespart und willst jetzt schon in Rente gehen? Dann greift die Rente für langjährig Versicherte. Allerdings musst du beachten, dass deine Rente pro Jahr deines vorzeitigen Rentenbezugs um 3,6 Prozent gemindert wird. Aber keine Sorge, diese Kürzung kannst du durch zusätzliche Beiträge wieder ausgleichen. Entweder komplett oder auch nur teilweise. Wie viel du zusätzlich aufbringen musst, hängt von deiner Rente ab. Aber es lohnt sich bestimmt, denn so kannst du deine Rente wieder auf das ursprüngliche Niveau bringen.

Gesamt-GdB: Änderungen bei der Feststellung geplant

Du fragst dich, warum Änderungen bei der Feststellung des Gesamt-GdB geplant sind? In der Vergangenheit wurde eine Funktionsstörung mit einem Einzel-GdB von 10 (zum Beispiel leichter Bluthochdruck) meist nicht bei der Ermittlung des Gesamt-GdB berücksichtigt. Das soll sich nun ändern, denn künftig sollen auch Einschränkungen, die einzeln einen Grad der Behinderung von 20 ergeben, nicht mehr in die Gesamtbeurteilung einfließen. Damit soll den Betroffenen jedoch nicht mehr als der ihnen zustehende Anspruch gewährt werden. Es soll lediglich eine realistischere und fairere Ermittlung des Gesamt-GdB erfolgen.

Eingliederungszuschuss für Behindertenarbeit – Bis zu 70% Entgelt bis 24 Monate

Du bist behindert oder schwerbehindert und suchst nach einer sinnvollen Möglichkeit, wieder in den Berufsalltag einzusteigen? Dann kann dir ein Eingliederungszuschuss helfen. Dieser kann dir bis zu 70 % deines Arbeitsentgelts und für bis zu 24 Monate zuerkannt werden. Nach Ablauf von 12 Monaten mindert sich der Zuschuss dann um 10 Prozentpunkte. Eine gute Möglichkeit, um wieder Fuß zu fassen und eine sinnvolle Arbeit zu finden. Probiere es aus!

Schwerbehindert? Kein Problem: Deine Möglichkeiten für eine Altersrente

Du bist schwerbehindert und hast Angst, dass dein GdB nicht ausreicht, um dir eine Altersrente zu sichern? Keine Sorge, denn das deutsche Sozialrecht bietet dir hierfür die gleichen Bedingungen. Ein GdB von 100 bringt dich also nicht näher an die Rente als ein knapp erreichter GdB von 50. Alle Menschen mit einer Schwerbehinderung können zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze abschlagsfrei in die Rente gehen, egal wie hoch ihr GdB ist. Voraussetzung ist allerdings, dass du mindestens fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hast. Auch eine spezielle Rente vom Integrationsamt ist möglich, solltest du noch keine fünf Jahre in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben. Informiere dich also in jedem Fall über deine Möglichkeiten.

Fazit

Als schwerbehinderter kannst du in Rente gehen, sobald du das gesetzlich vorgeschriebene Mindestalter erreicht hast. In der Regel ist das 65 Jahre. Allerdings kannst du auch schon früher in Rente gehen, wenn du mindestens 5 Jahre lang pflichtversichert warst. Wenn du weniger als 5 Jahre versichert warst, kannst du trotzdem früher in Rente gehen, aber du bekommst dann einen reduzierten Rentenanspruch. Wenn du Fragen zum Thema hast, kannst du gern einen Berater kontaktieren.

Du kannst als schwerbehinderter früher in Rente gehen, als Leute ohne Behinderung. Es kommt aber darauf an, wie schwer deine Behinderung ist. Achte darauf, alle Informationen zu sammeln, die dir helfen, deine Rente so früh wie möglich zu beantragen. Dann kannst du dir deinen Ruhestand so richtig genießen!

Schreibe einen Kommentar